Unser Mond – ganz wissenschaftlich betrachtet

Mond wissenschaftlichDer einzige natürliche Satellit der Erde hat einen Durchmesser von 3476 km. Damit ist er der fünftgrößte Mond unseres Sonnensystems. Er umkreist unsere Erde in der gleichen Richtung, wie diese auch um ihre Achse rotiert. Dazu braucht er genau 24 Stunden und 50 Minuten. Das ergibt im Laufe eines Monats eine Differenz von einem Tag für den Erdumlauf. Die Bahn selbst bildet keinen Kreis, sondern eine Ellipse. Deren erdnächster Punkt liegt bei 363 300 km, der am weitesten entfernteste 405 500 km.

Abgesehen davon, dass der Mond sich um die Erde dreht, umkreist er außerdem auch noch gemeinsam mit ihr die Sonne. Während dieser Zeit verändert sich das Aussehen des Mondes scheinbar. Es entstehen die sogenannten Mondphasen. Auf dem Neumond, wenn der Mond zwischen der Sonne und der Erde steht, folgt der zunehmende Mond. Danach steht die Erde zwischen der Sonne und dem Mond und so kommt es zum Vollmond. Der anschließende Halbmond erscheint uns von der Erde aus als abnehmender Mond. Dann beginnen die Mondphasen von vorn.


Über die Entstehung des Mondes gibt es mehrere unterschiedliche Theorien. Die derzeit von der Wissenschaft favorisierte These besagt, dass vor etwa 4,5 Milliarden Jahren ein marsgroßer Himmelskörper die damalige Erde streifte und dabei ein Stück von ihr gemeinsam mit dem des kollidierenden Körpers weggeschleudert wurde. Diese Materie ballte sich in der Erdumlaufbahn zusammen und so entstand dann der Mond. Zuerst bestand er aus flüssigem Magma, das im Laufe der Zeit abkühlte. Anfangs bildete sich eine äußerliche Kruste, die bei größeren Meteoriteneinschlägen immer wieder zerstört wurde. So konnte die Lava aus dem Mondinneren in die entstandenen Krater fließen. Dadurch bildeten sich Mare, die auch als Mondmeere bezeichnet werden. Teilweise waren die Einschläge so groß, dass man sie von der Erde aus mit bloßem Auge erkennen kann. Es dauerte einige Hundert Millionen Jahre, bis diese erkalteten.