Lässige Locken statt Einheits-Dauerwelle

DauerwelleLange war sie out, jetzt ist sie wieder in: die Dauerwelle. Mit dem Pudel-Kopf der 1980er Jahre hat der heutige Trend aber nur wenig gemeinsam, vielmehr sind natürliche Locken angesagt. Damit man auch lange Freude an der gelockten Pracht hat, ist die richtige Pflege erforderlich.

Hinweis:
Eine Dauerwelle immer an einem Jungfrauentag legen lassen. Sie gelingt  bei abnehmendem oder zunehmendem Mond und wird immer schön und hält deutlich länger.

Der typische, einheitliche Dauerwellen-Look hat ausgedient. Gekringelte Engelslocken sind heute genauso möglich wie der lässige Beachlook, Dauerwellen dürfen auch gerne mal ein bisschen zerzaust aussehen. Männer lassen sich hin und wieder einzelne Wellen in das längere Deckhaar machen, weil die Damen es angeblich sexy finden. Frauen dagegen entscheiden sich für eine Dauerwelle, weil sie einmal einen anderen Look ausprobieren und anders aussehen möchten.

Auch die krause Welle im Afrolook gibt es noch, aber bevorzugt bei kürzeren Haaren. Wichtig ist ein akkurater Schnitt, damit sich eine interessante Kontur ergibt. Lange, stufenlos geschnittene Haare dagegen sehen mit einer solchen Welle nicht gut aus und wirken eher ungepflegt. Bei sehr angegriffenen Haaren sollte man von einer Dauerwelle absehen, da sie das Haar zu sehr strapazieren würde. Gesundes Haar wird aber nicht stärker angegriffen als bei einer Färbung.

Durch neue Wickeltechniken unterscheiden sich heutige Lockenköpfe prägnant von den Standard-Miniplis der Achtziger. Ehemals wurde zumeist eine schematische Wicklung mit bis zu 100 Lockenwicklern praktiziert, mit einer mittig über den Kopf gesetzten Reihe von Wicklern und symmetrischen, horizontal aufgedrehten Seitenpartien. Heute wird die Wickeltechnik individuell an den Schnitt angeglichen. Dementsprechend wird auch vor dem Wickeln geschnitten, während es früher umgekehrt war. Bei der modernen Dauerwelle kommt der Friseur mit 30 bis 50 Wicklern aus, dabei ist es auch möglich, verschiedene Formen miteinander zu kombinieren wie beispielsweise Papilloten und klassische Dauerwellenwickler.

Die Dauerwelle muss man bei kurzen Haaren nicht unbedingt nach einigen Wochen erneuern, wenn die Locken beginnen, herauszuwachsen. Durch den glatten Ansatz kann sich bei einem kurzen Kopf sogar ein interessanter Effekt ergeben. Großen Locken bei langen Haaren kann der Friseur zu neuem Schwung verhelfen, indem er in die Locken hinein schneidet. Ansonsten kann man die Locken auch getrost weich heraus wachsen lassen. Für die optimale Pflege von dauergewelltem Haar sind Shampoos und Spülungen zu verwenden, die auf die speziellen Bedürfnisse der Lockenpracht abgestimmt sind.