Hagebuttensaison – eine Frucht für Sammler, Kenner und Spezialisten

HagebuttensaisonDer Herbst bietet eine Fülle von Früchten, Gemüsen und Nüssen, die den Körper auf den Winter vorbereiten, indem sie das Immunsystem aufpäppeln. Ein ganz besonders wertvoller Lieferant von Vitamin C ist dabei – na, was wohl? Die Apfelsine? Die Zitrone? Tatsächlich rangieren Zitrusfrüchte unter „ferner liefen“, wenn man sie mit einer heimischen Frucht vergleicht, die ausgerechnet im Blumenbeet zu finden ist. Ihr englischer Name „rosehip“ deutet an, an welchem Gewächs die Hagebutte zu finden ist. Tatsächlich wird sie in Norddeutschland auch Heckenrose oder Hundsrose genannt. Die meisten Hagebutten sind an wilden Rosen zu finden, im Garten kommen sie zwar vor, sind jedoch eher selten.

Hagebutten zu sammeln ist relativ einfach.

TIPP:   Optimale Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie die Früchte bei abnehmendem Mond an einem Fruchttag ernten.

Man findet sie in Hecken und Gebüschen am Waldesrand. Die reifen Früchte leuchten dem Sammler schon von Weitem in fröhlichen Farbnuancen von orange bis tiefrot entgegen. Es gibt eigentlich nur zwei Dinge zu beachten: Hagebutten dürfen auf keinen Fall roh verzehrt werden und die Beeren sollten beim Pflücken weich sein. Nur dann haben sie tatsächlich ihren höchsten Nährstoffstand erreicht.

Der ist mit gut 500 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm Frucht wahrlich imposant. Mehr Erkältungsschutz und Stimmungsaufheller in einer kleinen Beere geht einfach nicht. Neben Vitamin C ist verbergen sich in der Hagebutte nämlich auch noch Vitamin-B-Komplexe, Flavone und Fruchtsäuren.

Wie macht man sich die wilde Hagebutte nun zunutze? Die Frucht muss aufgeschnitten und entkernt werden. Dabei bitte vorsichtig sein, denn die Borsten im Beereninneren werden auch gern als Juckpulver eingesetzt. Kleinen Brüdern erzählt man davon besser nichts! Borsten und Kerne müssen raus, dann wird der Rest klein geschnitten und getrocknet. Das macht man am besten im Backofen bei sehr milder Hitze. Mehr als 40 Grad sollen es nicht sein, sonst würde das Vitamin C zerstört werden.

TIPP:  Früchte sollten sie immer bei abnehmendem Mond trocknen.


Aus den getrockneten Schalen wird später Tee bereitet, der bei vielen kleinen Maleschen helfen kann. Die Hagebutte kann einiges ab, deshalb bewahrt sei ihre Kraft auch relativ lange. Die getrockneten Schalen können bis weit in den Winter hinein problemlos verwendet werden. Hier das Grundrezept, wenn eine Erkältung im Anzug ist: Zwei gehäufte Teelöffel Schale werden mit einem Viertelliter Wasser zum Kochen gebracht. Etwa zehn Minuten köcheln lassen, dann durch ein feines Sieb oder ein Musselintuch geben. Der Tee kann nach Belieben verfeinert werden, etwa mit Honig oder etwas Zitrone.  Da die Hagebutte auch eine leicht abführende Wirkung hat, sollte man es mit dem Teetrinken nicht übertreiben.