Man soll nur bekannte Pilzsorten sammeln

Pilze sammelnWann die beste Jahreszeit zum Pilze sammeln ist, darüber scheiden sich die Geister ein wenig. Die einen behaupten, man könne schon im Juni und Juli „in die Pilze“, die Anderen sagen, die richtige Pilzzeit fängt erst ab Ende August an. Ideal für Pilzsammler sind in jedem Fall Spätsommer und Herbst. Je nach Witterung kann man zwischen Mitte August und Ende Oktober eine üppige Ernte einfahren.

Hinweis: Der ideale Zeitpunkt Pilze zu sammeln ist am frühen Morgen eines Wurzeltags um den Vollmond herum. Wurzeltage haben den Mond im Stier, Jungfrau oder Steinbock.

Pilze brauchen eine gewisse Feuchtigkeit zum Sprießen. Am besten gedeihen sie nach zwei regnerischen Wochen und bei milden Tag- und Nachttemperaturen. Mit dieser Vorlaufzeit können sich prächtige Steinpilze, Champignons, Pfifferlinge und Maronen entwickeln. Dann beginnt allerdings auch schon der Wettlauf zwischen zweibeinigen Pilzsammlern und Tieren, die sich an den Pilzen laben möchten.

Zum Pilze sammeln kleidet man sich zweckmäßig und der Umgebung entsprechend: Im Wald trägt man am besten festes Schuhwerk, eine lange Hose, Hemd oder Jacke. Es sollte nicht vergessen werden, dass im Unterholz Zecken leben, die gefährliche Krankheiten übertragen können.

Nur Pilze, die man gut kennt, sollten oberhalb des Waldbodens mitsamt Stiel abgeschnitten oder vorsichtig heraus gedreht werden. Erde und Dreck, Laub und Ungeziefer sind gleich zu entfernen. Eventuell angefaulte Stellen sind ebenso wie Fraßstellen großzügig wegzuschneiden, beim Sammeln entstehende Bodenöffnungen drückt man mit dem Absatz wieder zu, damit das in der Erde verbleibende Bodengeflecht nicht austrocknet. Pilze transportiert man am besten in kleinen Spankörben, in welchen sie geschützt liegen und dennoch atmen können. Plastiktüten sind nicht so gut geeignet, weil sie die Bildung von Schimmel und somit das Verderben der Pilze fördern.


Beim Sammeln sollte man niemals ausschließlich nach Buch vorgehen. Auch das Vertrauen auf überlieferte und angeblich bewährte Methoden zur Unterscheidung von Pilzen ist mit Risiken behaftet. Selbst Fraßspuren von Tieren sagen nicht unbedingt etwas darüber aus, dass die Pilze für Menschen genießbar sind. Wenn möglich, sollte man seinen Fund jemandem zeigen, der sich mit Pilzen gut auskennt. Falls es an der Zuordnung zu den verschiedenen Pilzsorten den geringsten Zweifel gibt, sollte man vom Verzehr absehen.

Nach lang anhaltendem Regenwetter können Pilze aufgrund des hohen Wassergehaltes schneller faulen als bei trockenerer Witterung. Grundsätzlich sollte man nur junge Pilze mit festem Fleisch sammeln und stets einige Exemplare am Wuchsort stehen lassen. Auch die für den Menschen ungenießbaren Sorten sollte man nicht zertreten, sondern stehen lassen. Sie werden häufig vom Wild gefressen und sind Bestandteile der natürlichen Kreisläufe im Wald.