Hecken sind Gestaltungselemente und Lebensraum

HeckeHecken eignen sich als Gestaltungselemente für den Garten, um zum Beispiel verschiedene Funktionsbereiche optisch voneinander zu trennen, sie schützen aber auch gegen neugierige Blicke von außen. Da man eine Gartenhecke zumeist dauerhaft anlegen wird, sollte man sich vor der Pflanzung über Wuchseigenschaften und die Ansprüche informieren, die verschiedene Heckenpflanzen und -Sträucher an ihren Standort haben.

Hecken gehören neben den Bäumen zu den wichtigsten Lebensräumen für verschiedene Tier- und Vogelarten, darum leistet man einen entscheidenden Beitrag zum Vogelschutz, wenn man sich für einheimische Gewächse entscheidet. Amseln, Hänflinge und Grünfinken verstecken sich darin ebenso gerne wie weitere Vogelarten und auch Säugetiere, beispielsweise der Igel. Wenn es sich um einheimische Büsche und Sträucher handelt, dienen sie den Tieren außerdem als Nahrungsquelle und sie ziehen ihren Nachwuchs darin auf.

Hecken werden häufig sehr akkurat in Form gebracht, und vielfach gibt es sogar Vorschriften darüber, in welcher Form sie zu beschneiden sind. Für die Natur sind Hecken vorteilhafter, die aus verschiedenen Sträuchern mit unterschiedlicher Blattdichte bestehen. Sie bieten ideale Lebensbedingungen für zahlreiche Vogelarten. Neben Laubgewächsen sollten auch einige Zapfen tragende Nadelgehölze in Heckenform gepflanzt werden, die ebenfalls Lebensraum für einige Vogelarten bieten.

Hinweis: Damit ihre Hecke ideal wachsen kann,  sollte der Rückschnitt immer an einem Blatttag erfolgen mit dem Mond in Krebs, Skorpion oder den Fischen. Günstig ist der abnehmende Mond oder Neumond, dann gedeiht die Hecke prächtig ohne Verholzungen oder hässliche Lücken.


Bei der Hainbuche oder Weißbuche handelt es sich nicht etwa um eine Buchenart, sie ist vielmehr ein Birkengewächs. Diese Heckenart ändert zu jeder Jahreszeit ihr Erscheinungsbild. Im Frühjahr treiben gemeinsam mit den jungen Blättern auch die Kätzchen aus. Die Zweige der Hainbuche sind daher ein beliebter Osterschmuck. Im Sommer tragen die Äste dunkelgrünes Laub, das sich im Herbst gelb färbt. Bis zum nächsten Austrieb bleiben die getrockneten Blätter an den Zweigen hängen, so dass die Hecke nur ein bis zwei Monate im Jahr nicht blickdicht ist.

Die Hainbuche ist pflegeleicht und weist einen kräftigen Wuchs auf. Daher wird sie zweimal jährlich zurück geschnitten. Da Hainbuchen Anziehungspunkte für viele Vögel sind, sollte der frühe Schnitt nicht vor dem 15. Juni ausgeführt werden, denn die Hecke ist den Vögeln nicht nur Nahrungsquelle, sondern auch Nistplatz. Der zweite Schnitt wird im Herbst durchgeführt.

Weitere Laubgehölze, die sich zur Heckenpflanze eignen, sind: Buche, Liguster, Rotbuche, Sanddornstrauch, Berberitze, Kirschlorbeer und Buchsbaum. Als immergrüne Nadelgehölze bieten sich die gemeine Eibe, Wacholder, Bergkiefer und Abendländischer Lebensbaum an.