Topf- und Kübelpflanzen muss man von Zeit zu Zeit umtopfen

UmtopfenEbenso wie Zimmerpflanzen in der Wohnung können auch Kübelpflanzen im Garten prächtig gedeihen, wenn sie regelmäßig gedüngt werden. Denn die in der Blumenerde für Topfpflanzen enthaltenen Nährstoffe sind nach recht kurzer Zeit aufgebraucht und die Pflanze verlangt nach Nachschub. Nach einer Weile wird man aber trotz regelmäßiger Düngegaben feststellen, dass sich das Pflanzenwachstum verlangsamt, eventuell zeigen sich auch erste Mangelerscheinungen wie braune Blätter. Dann ist es Zeit, die Pflanze umzutopfen.

Hinweis: Für das Umtopfen sollte man einen Tag wählen, der die Pflanzen schont.
Das sind die Wurzeltage Stier, Steinbock und besonders die Jungfrauentage. Wer empfindliche Pflanzen umtopfen möchte, der sollte stets einen Jungfrauentag dafür wählen.

Ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Erde erneuert und die Pflanze in ein größeres Gefäß umgesetzt werden sollte, zeigt sich beim Kontrollieren der Wurzeln: wenn die Wurzeln nämlich immer mehr Platz beanspruchen und aus der Erdoberfläche austreten. Einen anderen Hinweis bieten weißliche Verkrustungen an der Oberfläche des Substrates, die von sehr kalkhaltigem Gießwasser oder Versalzung durch übermäßiges Düngen herrühren.

Bei kleinen bis mittelgroßen Pflanzen legt man eine Hand so über die Erde, dass die Stängel zwischen den Fingern der Hand liegen. Man dreht den Topf und schlägt damit einige Male gegen eine Tischkante. Danach sollte sich der Wurzelballen aus dem Topf heraus heben lassen. Falls die Erde sehr fest am Topf festsitzt, fährt man mit einem Messer an der Kante zwischen Erde und Topfrand entlang. Bei empfindlichen Pflanzen ist dabei äußerst vorsichtig vorzugehen. Sollen Kakteen umgetopft werden, sollte man die Hände durch Handschuhe oder mehrere Lagen Zeitungspapier schützen.


Bei großen Pflanzen ist die Vorgehensweise ähnlich, nur braucht man wahrscheinlich einen Helfer, der entweder den Topf festhält oder die Pflanze aus dem Pflanzgefäß zieht. Im Zweifelsfall ist eher in Kauf zu nehmen, dass das Gefäß kaputt geht, als dass der Wurzelballen der Pflanze beschädigt wird. Übrigens lassen sich die Wurzeln leichter heraus ziehen, wenn die Pflanze einige Stunden vor dem Umtopfen kräftig gewässert wird.

In das neue Pflanzgefäß gibt man zuunterst eine Drainageschicht, die aus Tonscherben oder Kieselsteinen bestehen kann und verhindern soll, dass das Abflussloch von den Pflanzenwurzeln verstopft wird. Darauf schichtet man eine Lage Erde als Unterlage für den Wurzelballen. Zwischen der Oberfläche des Ballens und dem oberen Topfrand muss genügend Platz verbleiben, um die Pflanze zu wässern, ohne dass das Wasser überläuft.

Den Wurzelballen der Pflanze befreit man von verfaulten und vertrockneten Stellen, bevor man ihn in den neuen Topf einsetzt. Auch Fremdkörper wie Tonscherben und Moosstellen werden entfernt. Nach dem Einsetzen füllt man das Gefäß rings um den Ballen mit Erde, die man mit der Hand oder einem Hilfsmittel wie beispielsweise einem Kochlöffel festdrückt. Anschließend wird der Topf kräftig gewässert.