Vitaminreiche Fruchtgemüse selbst heranziehen

FruchtgemüseBei Fruchtgemüse handelt es sich meist um Gemüsesorten, deren Früchte essbar sind. Da die Abgrenzung gegenüber den Obstsorten nicht immer eindeutig ist, werden Fruchtgemüse häufig sowohl dem Obst als auch dem Gemüse zugeordnet. Bekannte Sorten sind Tomaten, Gurken, Auberginen, Melonen, Zucchini, Paprika, Kürbisse und Hülsenfrüchte.

Hinweis:  Fruchtgemüse werden am besten an einem Fruchttag gesetzt oder ausgesät, also mit dem Mond in Widder, Löwe oder Schützen. Reichlich, gesund und knackig wird das Fruchtgemüse auch, wenn man es bei absteigendem Mond säet oder setzt.

Der Hobbygärtner kann diese Gemüsearten ohne Weiteres im Garten anbauen, bei einigen Arten ist die Aufzucht ebenso auf der Terrasse oder auf dem Balkon möglich. Gurken gedeihen am besten im Gewächshaus oder an einem sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Standort. Tomaten benötigen eine Überdachung, da direkter Regeneinfall verschiedene Krankheiten auslösen kann, die die gesamte Ernte vernichten können. Kürbisse benötigen verhältnismäßig viel Platz, um heran zu reifen, Zucchini lassen sich ebenso wie Gurken gut auf dem Kompost kultivieren. Erbsen und Bohnen benötigen Stangen oder ein Gerüst, um daran empor zu ranken.

Die Gemüsepflanzen brauchen in der Wachstumsphase viel Wasser. Am besten bekommt ihnen Regenwasser, das in hierfür geeigneten Behältnissen wie Regentonnen aufgefangen wird. Allerdings darf die Erde auch nicht zu nass sein, da die Samen sonst nicht keimen. Triebe und Blätter können bei zuviel Nässe von Pilzkrankheiten befallen werden oder faulen. Vor allem Gurken bevorzugen „warme Füße“, die ihnen beim Gedeihen auf dem Komposthaufen gewiss sind. Ansonsten sind sie für eine Packung aus Pferde- oder Rindermist dankbar.


Wer Fruchtgemüse auf der Fensterbank aussäen möchte, sollte damit im Frühjahr beginnen. Paprika und Auberginen sät man bereits im Februar aus, Tomaten im März und Gurken ab Mitte bis Ende April. Es empfiehlt sich, eine spezielle Aussaaterde zu verwenden. Fruchtgemüse mag es behaglich und keimt am besten bei Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad. Die ideale Temperatur für die heranwachsenden Keimlinge beträgt 17 bis 20 Grad und sollte direkt auf der Fensterbank nachgemessen werden. Zu kühle Temperaturen, Zugluft und ungünstige Lichtverhältnisse können die Keimlinge schwächen.

Unter bestimmten Bedingungen ist es vorteilhafter, gesunde Jungpflanzen im Gartenhandel zu kaufen. Die vom Fachmann aufgezogenen Pflänzchen sind in geheizten Gewächshäusern unter idealen Bedingungen kultiviert worden. Daher haben sie häufig einen beträchtlichen Vorsprung in der Entwicklung gegenüber selbst gezogenen Pflanzen. Kräftige und gesunde Jungpflanzen sind resistenter gegenüber Schädlingen und meistens Garant für eine ertragreichere Ernte.