Bei Holzarbeiten auf guten Wasserablauf und Oberflächenschutz achten

HolzarbeitenKaum ein anderes Material lässt sich im Garten in so vielfältiger Weise einsetzen wie der natürliche Werkstoff Holz. Damit man möglichst lange seine Freude an Möbeln und selbst hergestellten Gestaltungselementen und Bauteilen aus Holz hat, sind bestimmte Regeln bei der Auswahl des Materials, bei der Konstruktion und bei der Pflege zu beachten.

Hinweis: Ideal für alle Holzarbeiten sind bei abnehmendem Mond die Steinbocktage.
Verarbeiten Sie Holz nie bei zunehmendem Mond und vermeiden Sie auch hier Krebs, Löwen oder Schützetage.

Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Kategorien von Holz nach ihrer Herkunft und ihre Vorbehandlung. Bei kesseldruckimprägniertem Holz zum Beispiel handelt es sich häufig um Balken, Bohlen oder Brettern aus einheimischen Nadelhölzern, die bereits mit einem Basisholzschutz versehen sind. Um einen dauerhaften Schutz vor Nässe zu gewährleisten, empfiehlt sich jedoch die zusätzliche Behandlung mit einem speziellen Holzschutzprodukt.

Tropen- und Hartholz ist relativ beständig gegen Witterungseinflüsse, gewisse Pflegemaßnahmen sind dennoch zu empfehlen, damit das Holz durch Sonne und Regen nicht vergraut und seine schöne, natürliche Färbung behält. Unbehandeltes Weichholz wird häufig für Gartenmöbel verwendet. Es muss in besonderem Masse gegen Fäulnis durch Nässeeinwirkung geschützt werden. Eine große Auswahl an verschiedenen Produkten, beispielsweise Lacke, Lasuren und Öle zur Pflege und zum Schutz ist im Fachhandel erhältlich.


Selbst bei einem Terrassenbelag aus teurem Holz kann es passieren, dass die Dielen nach einigen Jahren faulen oder zerbröseln, wenn nicht dafür gesorgt wird, dass anfallendes Wasser richtig ablaufen kann. Die gilt nicht nur für die Holzoberfläche, sondern auch für die Unterkonstruktion. Als Unterbau für die Traghölzer eines Terrassenbelags aus Holzdielen eignen sich Gehwegplatten. Diese Unterkonstruktion ist bereits mit leichtem Gefälle zu verlegen, und zwar derartig, dass das Wasser vom Haus weglaufen kann. Günstiger als ein vollflächiger Unterbau ist zudem die Verlegung in Form von Plattenstreifen, die jeweils unterhalb der Traghölzer ausgelegt werden.

Bei kesseldruckimprägniertem Holz ist darauf zu achten, dass die Schnittkanten mit Holzschutz versehen werden, wenn beispielsweise Dielen auf die passende Länge zurecht geschnitten werden. Dielenstöße legt man besser nicht auf ein einzelnes Unterkonstruktionsholz. Damit keine Staunässe entsteht, ist es sinnvoller, ein zweites Unterholz einzubauen, so dass das am Stoss zweier Dielen abtropfende Wasser im Zwischenraum problemlos ablaufen kann.

Ebenso ist beim Eindrehen der Schrauben zu beachten, dass die Schraubenköpfe nicht etwa versenkt werden, da sich in den sonst entstehenden Mulden Wasser sammelt, was zur Bildung von Rostflecken und Fäulnis führen kann. Besser ist es, wenn die Schrauben an der Oberseite flächenbündig abschließen. Überall dort, wo im Garten Holz zum Einsatz kommt, kann man mit wenig Aufwand für lange Haltbarkeit und dauerhafte Schönheit des Holzes und der Bauteile sorgen.