Methoden der Imprägnierung von Markisen und Sonnensegeln

Methoden der ImprägnierungEine neu gekaufte Markise für Terrasse oder Balkon braucht in der Regel nicht imprägniert zu werden. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass eine zehnjährige Wasserdichtigkeit garantiert wird. Eine ältere Markise dagegen, die unter Umständen an einigen Stellen schon nicht mehr ganz dicht ist, kann man problemlos selbst imprägnieren. Häufig hört man, dass Haarspray als erprobtes Mittel dafür verwendet werden kann, Markisenstoffe abzudichten. Experten raten jedoch davon an, da Inhaltstoffe im Haarspray das Gewebe angreifen und es brüchig werden lassen. Darum sollte man lieber zu einem professionellen Mittel aus dem Fachhandel greifen.

Hinweis: Meiden Sie für alle Imprägnierarbeiten den zunehmenden Mond sowie alle Wassertage mit Mond in Fische, Krebs oder Skorpion. Wirklich geeignet sind alle Lufttage mit abnehmendem Mond.

Bei der Verwendung von Imprägniersprays, die mittels einer Sprühdose aufgesprüht werden, trägt man eine oberflächige Beschichtung auf, die nicht ins Material eindringt. Darum ist der Effekt der Wasserdichtigkeit oftmals nur von kurzer Dauer. Auf Wachs basierende Imprägniermittel, die mit einem Schwamm ins Gewebe einmassiert werden und die auch für die Behandlung von Zeltstoffen geeignet sind, dringen tiefer in das Gewebe ein. Somit bleibt die Wasserdichtigkeit des Stoffes auch bei länger anhaltendem Regen gewährleistet.


Sonnensegel kann man im Tauchverfahren imprägnieren. Hierzu benötigt man ein genügend großes Behältnis, beispielsweise eine Regentonne oder ein ausrangiertes Kinderplanschbecken, welches man mit verdünnter Imprägnieremulsion füllt. Damit sich das Gewebe mit der nach Angabe des Herstellers mit Wasser verdünnten Mischung voll saugen kann, taucht man es vollständig in die Flüssigkeit ein. Bei dieser Methode werden sie einzelnen Stofffasern mit der Imprägnierung ummantelt, so dass für eine langfristige Wasserdichtigkeit des Materials gesorgt wird. Die Saugfähigkeit des Gewebes kann man zuvor an einer unauffälligen Stelle testen, um die Dosierung und das Mischverhältnis des Mittels zu bestimmen.

Dort, wo vordere oder seitliche Blenden an das Markisen-„Dach“ angebracht sind, kann es an den Nähten zu Undichtigkeiten kommen. Bei häufigem Gebrauch oder durch Materialmüdigkeit stellen die Nähte also Schwachstellen der Wasserdichtigkeit dar, deren Dichtigkeit man mit Hilfe von Nahtdichtern aus dem Zeltbedarf wieder herstellen kann. Derartige Mittel sind einfach mit einem Pinsel aufzutragen und trocknen zu lassen.

Neuartige Mittel beruhen auf der Nanotechnologie, die wiederum eine Nachahmung des natürlichen Lotusblüteneffekts darstellt. Derartige Imprägniermittel, bei deren Gebrauch sich winzige Polymere gitterartig vernetzen und mit dem Stoff verbinden, bilden eine schmutz- und wasserabweisende Fläche, die sich selbst reinigt. Es handelt sich um sehr effektive Mittel, die für eine lang haltende Resistenz gegen Verschmutzungen und Nässe sorgen.