Gegen Schimmelpilze und Hausstaubmilben: Betten ausreichend lüften

Betten lüftenEtwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Daher ist es keine Frage, dass eine gewisse Betthygiene unabdingbar ist.

Der Körper verliert im Laufe der Nacht eine gewisse Menge Feuchtigkeit. Beim nächtlichen Schwitzen wird diese über die Haut in Form von Wasserdampf an die Umgebung abgegeben. Darum ist es wichtig, der Bettdecke, der Matratze und dem Kopfkissen am Morgen frische Luft zu gönnen. Dadurch kann die Feuchtigkeit an die Umwelt abgegeben werden und die Bildung von Schimmelpilzen wird vermieden.

Für Menschen mit einer Hausstauballergie ist das tägliche Lüften von Matratze und Bettwäsche besonders wichtig. Denn die Hausstaubmilben, deren Stoffwechselausscheidungen die Auslöser der Allergie sind, besiedeln mit Vorliebe die Matratze. Der Mensch verliert pro Tag etwa eineinhalb Gramm Hautschuppen, die ausreichend sind, um Millionen der mikroskopisch kleinen Spinnentiere zu ernähren.

Die Milben fühlen sich bei einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 65 und 80 Prozent und einer Temperatur zwischen 25 und 30 Grad am wohlsten. Ein feuchtes und warmes Klima ist für die Tierchen der optimale Lebensraum. In unseren Betten und vor allem in der Matratze finden sie ausreichend Wärme, Feuchtigkeit und Nahrung. Das tägliche Lüften der Betten sorgt dafür, den Hausstaubmilben ihren Lebensraum ein bisschen weniger komfortabler zu gestalten.

Hinweis: An Kälte und Wassertagen, wenn der Mond in Stier, Jungfrau, Steinbock oder Krebs, Skorpion oder Fische steht,  sollten die Betten höchsten nur ganz kurz gelüftet werden. Ideal hingegen sind alle Wärme und Lufttage, dann werden die Decken weder klamm noch feucht.


Das Schlafzimmer ist morgens mindestens etwa 15 Minuten gut zu lüften. Dafür öffnet man das Fenster vollständig, so dass frische Luft in den Raum gelangen kann. Wer möchte, kann Bettdecke und Kopfkissen in Fensternähe auf einen Ständer hängen, so dass die Feuchtigkeit, die sich im Laufe der Nacht darin gesammelt hat, gut entweichen kann. Wo das nicht möglich ist, wird die Bettdecke zumindest weit zurückgeschlagen und das Kissen ausgeschüttelt. Wichtig ist eine ausreichende Luftzirkulation während des Lüftungsvorgangs.

Für die Matratze sind ebenfalls besondere Lüftungsmaßnahmen empfehlenswert. Eine neue Matratze ist nach vier Wochen zu wenden und zu drehen. Danach sollte man sie mindestens alle zwei Monate wenden und ausgiebig lüften. Waschbare Bezüge sollten man alle drei Monate abnehmen und waschen, zumindest aber länger auslüften lassen. An der Unterseite der Matratze ist für eine ausreichende Luftzirkulation zu sorgen, daher eignen sind Bettkästen nicht zu empfehlen. Ein Lattenrost ist in jedem Fall günstiger als eine geschlossene Unterlage.