Schimmel besser vermeiden als bekämpfen - durch richtiges Lüften

Schimmel vermeidenEin muffiger Geruch ist oft erstes Anzeichen für einen Schimmelbefall in der Wohnung. Da Schimmel gesundheitsschädigende Wirkung haben kann, sollte er möglichst frühzeitig bekämpft werden. Kleinere betroffene Stellen kann man mit relativ wenig Aufwand zumeist selbst beseitigen. Bei einem größeren Befall sollte man jedoch eine Fachfirma beauftragen.

Hinweis: Schimmel bekämpft man am effektivsten bei abnehmendem Mond an einem Lufttag -  Zwilling, Wassermann oder Waage

Grund für die Bildung von Schimmel ist meistens ein Übermaß an Feuchtigkeit in der Wohnung. In einigen Fällen ist ein Wasserrohrbruch oder andere bauliche Mängel wie ein undichtes Dach die Ursache. Wo dies ausgeschlossen werden kann, ist falsches Lüftungsverhalten meist der Grund für die erhöhte Raumfeuchte. Im Idealfall beträgt die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung nicht mehr als 50 bis 60 Prozent. Um dies zu erreichen, sind die Räume im Winter ausreichend zu beheizen – in Schlafzimmer und Küche sind 16 bis 18 Grad ausreichend, im Wohnzimmer sollen es 20 bis 21 Grad Celsius sein.

Schimmel bildet sich besonders häufig an Silikonfugen im Bad, an Fensterleibungen, an den Wänden hinter den Möbeln und in den Eckbereichen von Außenwänden. Oberflächliche Sporenbildung lässt sich mit hochprozentigem Alkohol aus der Apotheke bekämpfen. Schimmelentferner aus dem Handel, der meistens als Sprühlösung angeboten wird, enthält oft Fungizide, die ihrerseits gesundheitsbelastend sein können. Auch chlorhaltige Reiniger können Dämpfe entwickeln, welche die Schleimhäute reizen.

Ein weiteres Mittel zur Abtötung der Schimmelsporen und zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung ist Brennspiritus. Wichtig ist einzig der Alkoholgehalt, der zwischen 70 und 80 Prozent liegen muss. Ein ebenfalls wirksames Hausmittel ist Essig, der jedoch nur auf Keramik oder Metall zum Erfolg führt. Auf mineralischem Putz bleibt die Essigsäure jedoch ohne Wirkung.


Um die Haut und Schleimhäute zu schützen, sind bei der Schimmelbeseitigung Handschuhe, eine Atemschutzmaske und ein Augenschutz zu tragen. Betroffene Stellen sind mehrfach mit einem getränkten Lappen zu behandeln, der anschließend entsorgt wird. Die getragene Kleidung ist zur Vorsorge direkt in die Waschmaschine zu geben. Offenes Feuer und Rauchen soll während der Behandlung unterlassen werden.

Neue Schimmelbildung ist nach der erfolgten Beseitigung möglichst zu vermeiden. Die wichtigste Maßnahme ist hierbei richtiges Lüften: Morgens und abends ist in den Räumlichkeiten eine Stosslüftung bei weit geöffnetem Fenster mit einer Dauer von etwa zehn Minuten vorzunehmen. Bei innen liegenden Badezimmern ist darauf zu achten, dass der Wasserdampf nach dem Duschen oder Baden sich nicht in der Wohnung verteilt, sondern durch die Schachtlüftung entweichen kann.