Tapezieren leicht gemacht

tapetzierenWer ein Zimmer neu tapezieren möchte, muss sich zuerst um das erforderliche Material und alle sonstigen Hilfsmittel kümmern, die man dazu braucht. Das wichtigste Utensil beim Tapezieren ist der Tapeziertisch, auf dem die Tapetenbahnen zurechtgeschnitten und eingekleistert werden. Neben der Tapete in ausreichender Menge benötigt man Kleister, einen Quast, eine Tapezierbürste, eine Tapezierschere und eventuell einen Nahtroller.

Hinweis: Soll das Tapezieren leicht von der Hand gehen und die Tapete gut haften, dann wählt man einen Lufttag bei abnehmendem Mond in Zwilling, Waage oder Wassermann.

Der Art des Kleisters und die zu verwendende Wassermenge richten sich nach dem verwendeten Tapetenmaterial. Die Verarbeitungshinweise auf den Packungen sind zu beachten. In der Regel wird der Kleister mit der angegebenen Menge Wasser angesetzt, gründlich durchgerührt und nach 20 bis 30 Minuten noch einmal kräftig durchgeschlagen.

Wenn auch die Decke tapeziert werden soll, wird diese Arbeit zuerst durchgeführt. Zum Tapezieren der Decke benötigt man zumeist die Hilfe einer zweiten Person, die mit Hilfe eines Besens das lose Ende der Bahn hoch hält. Die erste Bahn sollte so an die Decke gebracht werden, dass sie einen bis anderthalb Zentimeter seitlich auf die Wand geklebt werden kann. Dies ist auch bei der Länge der Bahnen zu berücksichtigen.

Die Bahnen für die Wand werden entsprechend der Wandhöhe plus einer Zugabe von zehn Zentimetern zugeschnitten. Bei Mustertapeten ist darauf zu achten, dass die Bahnen auf dem Tisch immer in der gleichen Richtung ausgerollt werden. Bei einigen Mustern muss ein Rapport berücksichtigt werden, um dem Musterverlauf entsprechend kleben zu können. Daraus kann sich ein Verschnitt ergeben.


Sind die Bahnen zugeschnitten, sind sie mit dem Quast einzukleistern. Die eingekleisterte Bahn wird jeweils zur Hälfte oder im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel zusammengelegt, damit sie etwa zehn Minuten einweichen kann. Für die erste Bahn bringt man mit Hilfe einer Wasserwaage im Abstand von einer Bahnenbreite von der Zimmerecke eine vertikale Markierung an die Wand. Beim Anbringen der Bahn lässt man oben und unten je fünf Zentimeter Überstand, die später genau zugeschnitten werden. Beim Kleben orientiert man sich an der Markierung und drückt die Tapete mit der Tapezierbürste von der Ecke zur Seite unter Ausstreichen der Luftblasen an. Die nächsten Bahnen orientieren sich an der ersten geklebten Bahn.

Mustertapeten überlappen sich jeweils um zwei bis drei Millimeter, Raufasertapeten klebt man ohne Überlappung „auf Stoß“ In allen Zimmerecken drückt man die Tapete kräftig in die Ecke und markiert unter zu Hilfenahme der Schere die Schnittstelle. Dann zieht man die Bahn kurz wieder aus der Ecke heraus und schneidet den Überstand ab. Anschließend noch einmal mit der Bürste festdrücken.