Heilpflanzen richtig anwenden

Heilpflanzen richtig anwendenUnsere Flora ist reich an heilsamen Pflanzen. Wer sich intensiv mit den Heilkräften unserer Natur beschäftigen möchte, tut gut daran, sich ein entsprechendes Lexikon anzuschaffen. Einige wichtige Heilpflanzen für häufiger auftretende Beschwerden sollte man kennen.

Die Sommertriebe des Ackerschachtelhalms können als Heiltee zubereitet werden und lindern Katarrhe, die von Nieren und Blase ausgehen, sowie Rheuma, Gicht, Husten und Erkältung.

Aus der Wurzel des Baldrians können Tees, Tinkturen und Badezusätze zubereitet werden. Seine heilsame Wirkung entfaltet er bei Nervosität, Einschlafbeschwerden und nervösen Krämpfen im Magen-Darmbereich.

Ein Tee aus Brennesselblättern und –wurzeln treibt die Harnaktivität an und mindert Hautunreinheiten. Außerdem reinigt Brennessel das Blut und lindert Beschwerden beim Wasserlassen.

Die Blüten der Goldrute können zu einem Tee zubereitet werden, um Entzündungen der Blase oder Nieren zu lindern. Goldrute wirkt harntreibend, wodurch Krankheitserreger schneller aus dem Körper ausgeschieden werden können. Außerdem wird eine positive Wirkung bei Rheuma und Gicht vermutet. Wichtig ist, dass man die Goldrute verwendet, welche im Spätsommer an Waldrändern, Böschungen, trockenen Wiesen und Waldlichtungen zu finden ist.

Aus den getrockneten Bütenköpfchen der Kamille kann ein Kamillentee zubereitet werden, der Magen-Darmbeschwerden lindert, beruhigend auf das Nervenkostüm wirkt und wunde Körperstellen als Wickel oder Auflage heilt.

Ein Tee aus Lindenblüten wird bei Hustenreiz, Katarrhen der Atemwege und Erkältungen mit Fieber eingesetzt.

Die jungen Blätter des Löwenzahns können roh als Salat gegessen, sowie klein geschnitten in Quark, Suppen oder Eintöpfen untergemengt werden. Dem Löwenzahn wird eine harntreibende und blutreinigende Wirkung zugesprochen. Außerdem sollen Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsprobleme gelindert werden. Generell eignet sich Löwenzahn auch, um sein Allgemeinwohl zu verbessern, da er viele Vitamine und Mineralien zu bieten hat.

Ein Melissentee wird aus den Blättern zubereitet und ist ein Allround-Heilmittel. Die Melisse lindert Beschwerden mit Magen, Darm, Galle, Leber, Herz, Menstruation und Wechseljahren, sowie Erkältungserkrankungen.

Die Blätter der Pfefferminze können roh gegessen oder als Heiltee zubereitet werden, um Krämpfe zu lösen und Beschwerden mit der Galle oder Blähungen zu lindern.

Aus den Blütenblättern der Ringelblume können Umschläge zubereitet werden, wenn man unter Hautenzündungen, Riss-, Quetsch- oder Brandwunden, Verrenkungen, Zerrungen und Blutergüssen leidet.


Salbei findet seine Anwendung als Tee und Gewürz. Dafür werden die Blätter verwendet. Magen- und Darmbeschwerden, Durchfälle, Leberleiden, Diabetes, Gallestauungen, Durchblutungsstörungen und Erkältungen gehören zu den Beschwerden, bei denen Salbei sehr wirkungsvoll ist. Entzündungen des Zahnfleisches oder im Rachenraum können zudem gelindert werden, indem man mit dem Tee gurgelt.

Reiz-, Krampf- und Keuchhusten, Bronchialkatarrhe, Asthma, Staublunge und Halskratzen können sehr gut mit einem Tee aus den Blättern des Thymian behandelt werden, den man in diesen Fällen oral zu sich nimmt. Der Dampf kann zusätzlich inhaliert werden, um Schupfen und Stirnhöhlenkatarrhe zu lindern.